Xylit - besser bekannt als Birkenzucker

Gesundheit, Ernährung, Birkenzucker, Xylit

Während meinen Hypnosesitzungen zur Gewichtsreduktion kommt ab und an die Frage ob denn Xylit, auch bekannt als Birkenzucker gesund sei. Hier liefere ich dir hoffentlich eine Antwort, falls du dich dies auch fragst.

 

Den Birkenzucker gibt es schon länger als man denkt. Schon seit 1890 konnte er bereits chemisch hergestellt werden. Natürlich kommt er in so gut wie allen Obst- und Gemüsesorten vor. Allerdings ist die Menge verschwindend gering, sodass sie sich die Herstellung dadurch nicht lohnt. Vornehmlich wird auf Restprodukte wie Getreidekleie, Maiskolben, Stroh und Baumrinde zurückgegriffen.

Da hier hauptsächlich Produkte verwendet werden, die so wie so weggeworfen worden wären, kann man hier von Nachhaltigkeit sprechen. Die Herstellung ist jedoch aufgrund der vielen Arbeitsschritte sehr teuer und aufwändig.

 

Viele behaupten Xylit sei gesund für die Zähne - aber was ist dran? Man hat herausgefunden, dass Bakterien, die Karies verursachen, durch Xylit nicht genährt werden können. Somit kann man gut und gerne behaupten, dass Birkenzucker tatsächlich keine negativen Auswirkungen auf unsere Zähne hat. Daher findet man ihn auch immer öfter in Kaugummis.

 

Auch auf unser Gewicht kann Birkenzucker eine positive Wirkung haben, solange man die Menge nicht erhöht. Herkömmlicher Zucker hat ca. 400 kcal pro 100g. Xylit hingegen weißt nur 240 kcal pro 100g auf, also 40% weniger Kalorien. Darüber hinaus hat Xylit auch keinen Einfluss auf unseren Insulinspiegel, da es hauptsächlich im Darm verstoffwecheslt wird. Dies kann aber, bei übermäßigem Verzehr, auch zu Darmproblemen führen.

 

Oft ist es auch schwierig ein Produkt aus sauberer Herstellung auszumachen, da durch viele Herstellungsprozesse und Beimischungen meist nicht nachvollziehbar ist, woher die Zutaten kommen. Ein Beispiel wäre hier genveränderter Mais, der für die Herstellung von Birkenzucker verwendet wird. Wer also auf Birkenzucker zurückgreifen will, sollte genau auf die Zutaten sowohl auf sauberer Herstellung achten.

 

Fazit:

Generell eignet sich Xylit also als Zuckerersatzstoff, wenn man ihn in geringen Mengen nutzt. Dem Verzicht von gewöhnlichen Haushaltszucker mit einer Übermenge an Birkenzucker zu entgegnen, wäre aber auch nicht anzuraten. Vielmehr gilt es langsam aber stetig alle Süße  in Lebensmitteln zu verringern, um sich langsam die Sucht auf Süßes abzugewöhnen. Hier gilt auch wieder: Die Menge macht das Gift. Wenn du damit anfängst raffinierten Zucker mit Birkenzucker zu ersetzen, ist es generell ratsam mit kleinen Mengen zu beginnen, um zu testen, wie dein Körper darauf reagiert.

 

Tipp: Da auch Kokosöl, genau wie Xylit, sich positiv auf die Mundhygiene auswirkt, kann man sich selbst seine Zahnpasta mischen, indem man das Öl mit Birkenzucker, Natron und Kurkuma vermengt. (4-5 EL Kokosöl, 2-3 TL Natron, 1 Prise Xylit, 1 Prise Kurkumapulver, je nach Wunschgeschmack 1 TL Öl (Beispiel: Pfefferminzöl)

Wichtiger Hinweis: Xylit ist für Hunde tödlich. Also musst du dafür sorgen, dass dein Hund keinen Zugriff auf Birkenzucker hat.

 

Autor: Ludwig Zellmer, Starnberg

 

Quellen:

https://zuckerfreiexperiment.de/wissenswertes/birkenzucker-xylit/

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/xylitol-ia.html

https://www.careelite.de/zahnpasta-selber-machen/

 

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