"Auf Dein Wohl!": Rotwein - Wirklich gesund?

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Man hört es immer wieder und wieder. Auf Parties oder bei Freunden, die mit der Aussage "Rotwein ist gesund" sich bereits das dritte Glas Wein einschenken. Aber was ist wirklich dran? Stimmt es wirklich oder ist es nur eine weitere Gesundheitslüge für Genießer um das schlechte Gewissen beiseite zu schieben?

 

Es ist tatsächlich was dran. Doch hiert gibt es auch Unterschiede zwischen Weiß- und Rotwein und es kommt wie immer auf die Menge drauf an - die Menge macht das Gift.

 

In einem Punkt haben alle Weinsorten einen gemeinsamen Vorteil: Sie erhöhen das gute HDL-Cholesterin, was sich positiv auf auf die Blutgefäße und der Bildung von Blutgerinneln entgegenwirkt. Wer jetzt das erste Mal hört, dass es zwei verschiedene Arten von Cholesterin gibt, und zwar das gute HDL und das schlechte LDL-Cholesterin, dem werde ich in einem anderen Artikel die nötigen Informationen zukommen lassen. Aber nun zum Wein. Das gerade beschriebene Plus tritt aber bei allen Alkoholen auf, wenn man sie in Maßen - hier sind nicht die Bierkrüge gemeint - zu sich nimmt.

 

Roter Wein hat noch weitere Vorteile. Er besitzt einen hohen Anteil an bioaktiven Stoffen beinhaltete viele Antioxidanzien. Das liegt vor allem daran, dass bei der Herstellung von Rotwein vermehrt die Schale der Traube verarbeitet wird. Bei helleren Weinsorten wird der Saft meist aus der Geschälten Frucht gepresst. Somit kann man sagen, dass Rotwein bei geringem Verzehr Krankheiten für Herz, Gehirn und Niere vorbeugt.

Doch was ist nun ein "geringer Verzehr". Das kommt wohl auf die Konstitution und auf den Körperbau drauf an. Hier spielt die Körpermasse eine Rolle, denn Rotwein besitzt auch viele Kalorien, die sich bei erhöhtem Konsum negativ auswirken können.

Rotwein hat ca. 85 Kcal/100ml. Sprich ein "Viertel" hat knapp über 200 kcal. Bier hingegen hat die Hälfte, wobei dies gewöhnlich auch in der doppelten Menge konsumiert wird. Hier kommen wir also kalorisch wieder auf das selbe Ergebnis.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) sieht den Genuss von weniger als 20g Alkohol pro Tag, das wäre ein viertel Liter Wein bzw. ein halber Liter Bier, für Männer unbedenklich. Frauen hingegen sollten sich mit der Hälfte pro Tag zufrieden geben um keine Schäden davon zu tragen.

Zu viel Alkohol wird in der Leber verstoffwechselt und begünstigt eine Fettleber. Bei größeren Mengen Alkohol und das auf lange Sicht, entsteht die sog. Leberzirose, bei der Zellen der Leber absterben und durch Bindegewebe erstetzt werden.

 

Fazit: Ein Glas mit 100ml Rotwein pro Tag und einem Alkoholgehalt von 11% behinhaltet ca 8,8g Alkohol und liegt somit unter dem empfohlenen Maximum der WHO für Männer und Frauen. Wird diese Menge pro Tag nicht überschritten wirkt Rotwein Alzheimer, Blutgerinnseln und Darmerkrankungen entgegen und das im Rotwein enthaltene Resveratrol gilt sogar als "Anti-agin-Wunder" und hält jung. Wer jetzt denkt "je mehr Rotwein, desot jünger sehe ich also aus", kann sich in der Alkoholiker-Szene eines besseren belehren lassen.

Es gilt also wie so oft: Die Menge macht das Gift.

 

Autor: Ludwig Zellmer, Starnberg

 

Quellen:

https://www.ebrosia.de/magazin/was-macht-den-rotwein-so-gesund#gref

http://www.gesundheitsjournal.de/410/wie-viel-rotwein-ist-gesund-oder-schaedlich

 

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