Pseudogetreide - Nur ein Trend?

Pseudogetreide, Weizen, Dinkel, Roggen, Buchweizen, Quinoa, Amarant

Immer wieder betone ich, dass der Konsum von weniger Getreide wie beispielsweise Weizen einen Gewichtsverlust begünstigt. Nicht selten kommt die Frage, ob Pseudogetreide auch zu meiden sei. Aber was genau ist eigentlich Pseudogetreide.

 

Definition: Pseudogetreide sind Körnerfrüchte von Pflanzen, die nicht zu den Getreidearten gehören, jedoch genau so verwendet werden.

Sie besitzen keine Eigenbackfähigkeit wie Weizen, haben aber eine ähnliche Zusammensetzung wie Stärke, Fett, Eiweiß und Mineralstoffe.

 

Die Pflanzen an sich sind wärmeliebend und somit bietet der Standort Deutschland als Anbaugebiet keine optimalen Voraussetzungen. Ebenfalls sind sie nicht so ertragreich wie herkömmliche Getreidearten und unterliegen großen Ertragsschwankungen. Buchweizen, Quinoa und Amarant sind die bekanntesten Vertreter dieser Pflanzengattung.

 

Hier ein kurzer Überblick über die Wertigkeit der bekanntesten Vertreter pro 100g:

 

      Kalorien        Kohlehydrate      Fett      Proteine      Gluten   

Weizen                              339               71                    2,5           14             8,7

Roggen                              338               76                    1,5           10             3,2

Dinkel                                338              70                    2,4           15            10,3

 

Buchweizen                       340              71                      2              9             glutenfrei

Quinoa                               369               62                     6             12             glutenfrei

Amarant:                             371               65                      7            14             glutenfrei

 

Pseudogetreide wird vornehmlich mit Wasser aufgekocht und wird in Süßspeisen und Müsli wie auch in Brot verwendet. Ebenfalls dient es als abwechslungsreiche Suppeneinlage. Man kann sie auch oft als Zutat bei Körnerriegeln auf der Verpackung entdecken. Wie du oben erkennen kannst, enthält kein Pseudogetreide das Klebeeiweiß Gluten. 1% der Bevölkerung leidet an Glutenunverträglichkeit und muss somit herkömmliche Weizenarten meiden. Hier bieten die "unechten" Getreidearten eine gute, glutenfreie Alternative. Für alle anderen, die nicht von einer Unverträglichkeit betroffen sind, bietet laut Bundeszentrum für Ernährung eine glutenfreie Ernährung keine nennenswerte Vorteile.

 

Es ist anzumerken, dass hier auf den ersten Blick nur geringe Vorteile bestehen. Man muss jedoch auch miteinbeziehen, dass durch das normale Getreide der Blutzuckerspiegel enorme Ausschlägen ausgesetzt ist. Dies hemmt den Körper in seinem Fettabbau. Durch den höheren Fettgehalt wird das Pseudogetreide ein bisschen langsamer verstoffwechselt und beeinflusst den Blutzuckerspiegel somit nicht ganz so stark.

 

Fazit: Es ist eine gute Idee Getreide gegen Pseudogetreide zu ersetzen. Man muss allerdings beachten, dass es (noch) teurer ist als gewöhnliches Getreide. Es sollte aber auch Allen, die das Ziel haben Gewicht zu verlieren, bewusst sein, dass auch diese Lebensmittel mit Maß und Ziel konsumiert werden sollten, da sie trotzdem sehr viele Kohlehydrate besitzen und in großen Mengen zur Gewichtszunahme führen. Wie so viele Lebensmittel verdient auch dieses Lebensmittel nicht das Prädikat Super-Food. Mit Disziplin verzehrt stellt es jedoch eine gute Alternative in der Küche dar.

 

Autor: Ludwig Zellmer Starnberg

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Pseudogetreide

https://www.bzfe.de/inhalt/pseudogetreide-28441.html

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