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Die Ernährungspyramide: Damals - Heute - Dann

Wie hat sich das Essverhalten von 1970 bis 2019 geändert und was wird wohl 2070 gesund sein?

 

In den 70ern war alles noch bunter und schräger. Vieles wurde in Gelee gehüllt und serviert, da sehr viel Wert auf Optik gelegt wurde. Gefüllte Paprika, Eier mit Mayo und Hackbraten. Wenn man Rezepte wie „Banane im Speckmantel“ hört, könnte man meinen, dass die Menschen damals keine Angst vor Kalorien hatten. Light-Produkte gab es zu der Zeit kaum und waren auch nicht bekannt. Cola-Light wurde erst 1982 auf den Markt eingeführt.

Das Urlaubsziel Italien wurde immer beliebter und so kam es auch, dass die kulinarischen Einflüsse aus dem Ausland nach Deutschland überschwappten. Spaghetti und Pizza erfreuten sich immer größerer Beliebtheit und so blieb es auch nicht aus, dass Übergewicht zur Volkskrankheit wurde. Dies brauchte natürlich auch ein Gegengewicht und so erschienen immer mehr Diät-Rezepte und Schlankheitskuren in die Boulevard-Zeitschriften der damaligen Zeit.

Aber welchen Unterschied gab es damals in Bezug auf die Verzehrempfehlungen? Auch in den 70ern gab es bereits eine sog. „Ernährungspyramide“, welche den Leuten das „richtige“ Essverhalten vorgab. Wie man unschwer erkennen kann, waren damals Getreideprodukte bekannt dafür, dass sie den Menschen ernähren. Das „Korn“ erfreute sich großer Beliebtheit und wurde natürlich auch für Werbezwecke in das richtige Licht gerückt. Dieses Essverhalten sorgte dafür, dass in den 70er Jahren die Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKL) ihren Höhepunkt erreichten.

Wenn man das Thema Gesundheit verfolgt, könnte man meinen, dass HKL-Erkrankungen immer weiter zunehmen und die Wahrscheinlichkeit an solch einer Krankheit sterben zu müssen immer höher wird. Aber genau das Gegenteil ist der Fall: In den letzten 50 Jahren ist die Sterblichkeit bei HKL-Erkrankungen um großartige 60% zurückgegangen.

Wenn die Zahl der Todesfälle aufgrund von HKL-Erkrankungen 1980 noch bei ca. 500.000 lag, hat sie sich bereits 2010 um ca. 30% verringert auf 350.000 Personen. Mitverantwortlich dafür sind vermutlich bessere Medikamente gegen Bluthochdruck und zur Schlaganfallprophylaxe, wie auch immer mehr Erkenntnisse der Wissenschaft im Bereich „gesunde Ernährung“.

Doch immer mehr Menschen streben nach einem nachhaltigen gesunden Lebensstil. Eben nach einem solchen Essverhalten, welches es unnötig macht dauerhaft Medikamente einnehmen zu müssen.

Was die Statistik 2070 sagen wird und wie sie die Ernährungs-Pyramiden bis dahin verändern bleibt abzuwarten. Was meint ihr? Gibt es eurer Meinung nach neue Erkenntnisse, Studien oder Lebensmittel, welche das Leben in 50 Jahren grundlegend ändern werden?

 

Autor: Ludwig Zellmer

 

Quellen:

https://www.stern.de/genuss/trends/70er-jahre-essen---snacks-des-grauens---bananen-im-speckmantel-6618218.html

https://www.coca-cola-deutschland.de/stories/30-jahre-coke-light-in-deutschland-auf-den-spuren-des-erfolgs-einer-ikone

https://www.rheuma-online.de/aktuelles/news/artikel/oecd-gesundheitsbericht-zahl-der-herz-kreislauf-erkrankungen-ist-ruecklaeufig/

 

https://www.chemanager-online.com/news-opinions/grafiken/arzneimittelmarkt

 

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